24.12.2005 // Der MC-Bochum beschenkt die Sinne seiner Gäste in der Christuskirche Bochum.

Veröffentlicht von Geschäftsstelle MC Bochum

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Die Neugier wurde bereits auf der letzten Novemberveranstaltung des MC Bochum geweckt. Der Ort des diesjährigen Weihnachtsstammtisches war dann auch ein ganz besonderer: die Christuskirche in der Bochumer Innenstadt, direkt hinter dem Rathaus. Dort erwartete die Gäste Außergewöhnliches in der oft mit Hektik versehenen Vorweihnachtszeit.

Aus der Vorankündigung dieses traditionell besonderen Clubabends wusste man bereits, dass Architektur, Klang und ganz neue kulinarische Eindrücke zu erwarten waren, aber man merkte als Gast sehr schnell, dass es die besondere Stimmung und Atmosphäre waren, die dieses Ereignis zu einem Highlight machten.

Nach dem Empfang im neuen Foyer der Christuskirche und der Begrüßung durch Carsten Köchel und Christof Wieschemann, als Initiatoren dieses Clubabends, ging es mit Glühwein in den kalten Turm der 1878 eröffneten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten protestantischen Kirche. Dem Raumerlebnis folgte ein Klangerlebnis in der Dunkelheit des Turmes, mit Blick auf die illuminierte Bochumer Innenstadt, mit dem Gesang eines Chorals im Hintergrund. Wieder zurück im schönen Foyer der Christuskirche konnten erste kulinarische Eindrücke mit koscherem Fingerfood bei einem Sektempfang gesammelt werden.

Nach dieser passenden Einstimmung erfuhren die Mitglieder und Gäste des MC Bochum Näheres zur Kunst- und Bauhistorie dieses bekannten Bochumer Gotteshauses. Dr. Hans Hanke, Kurator im Kuratorium Christuskirche, führte in die Kapelle der Christuskirche. Hier erwartete die Gäste ein für viele ganz neues und überraschendes Raumerlebnis. Ein Mosaik mit über 1.300 Namen von Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg sowie die Besonder- heit der religiösen Darstellungen und die vielen, heute teilweise unbekannten Ländernamen, erhielten durch den Vortrag von Dr. Hans Hanke einen Hintergrund.

Zuvor bekamen die interessierten Zuhörer die kunsthistorische Entwicklung dieser besonderen Kirche mitgeteilt. So gilt der nach dem Zweiten Weltkrieg vom Architekten Dieter Oesterlen in den 50er Jahren erbaute Neubau des Kirchenschiffs bis heute als Meisterwerk der Nachkriegsarchitektur.

In diesem architektonischen Meisterwerk durften die Mitglieder und Gäste des MC Bochum an- schließend ein besonderes Klangerlebnis in besonderer Atmosphäre erleben. Ludwig Kaiser an der Orgel und Alexander Merz an der Posaune faszinierten ihr Publikum mit außergewöhnlichen Klängen in einer faszinierenden Umgebung. In den anschließenden Vorträgen des Gastgebers Pfarrer Thomas Wessel stand die heutige Nutzung der Christuskirche im Vordergrund. Seine plakativen Beispiele machten für alle Anwesenden die Besonderheit dieses Bauwerk als eine einzigartige, kulturelle Einrichtung in Bochum deutlich.

Stadtbaurat Martin zur Nedden informierte anschließend über das Projekt, die Christuskirche aus einer heterogenen Umgebung in das Leben der Stadt und den neu entstehenden Boulevard zu integrieren. Mit dem Projekt des „Platzes des Europäischen Versprechens“ ist ein neuer Ansatz gefunden worden, die Brücke zwischen Gedenken an die Vergangenheit und den Aufbruch in eine gemeinsame, europäische Zukunft umzusetzen.

Im Anschluss an die sehr interessanten Vorträge präsentierten die Gastgeber ihren Gästen des Marketingclub Bochum ein nicht all- tägliches koscheres „Neujahrs-Buffet“, das von der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen extra zu diesem Anlass aufgetragen wurde. In gemütlicher Atmosphäre konnte die vielen neuen Eindrücke in netten Gesprächen vertieft werden. Dabei genossen die Mitglieder des MC Bochum kulinarische Köstlichkeiten zu koscherem Wein oder einem klassischen Bier. Präsident Martin Poettgen bedankte sich während des Essens bei allen Beteiligten dieses wunderbaren Abends und dankte ebenfalls für ein erfolgreiches Marketingclub-Bochum-Jahr 2005 mit den besten Wünschen für eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

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