04.06.2012 // Hans-Peter Villis, EnBW. Die Positionierung von EnBW nach der Energiewende.

Veröffentlicht von Geschäftsstelle MC Bochum

bc322f0ed8Energie – bitte wenden!

Fast könnte man meinen, der Name von lEnBW stehe für diese Interpretation, so klar und zugleich spannend referierte Hans-Peter Villis, Vorstands-vorsitzender der EnBW AG, über das Thema Energiewende. Vor mehr als 80 interessierten Besucherinnen und Besuchern des Marketing-Clubs Bochum berichtete Villis in der rewirpowerLOUNGEnsn des VfL Bochum 1848 über die großen Herausforderungen, die die Energiewende für Versorger und Netzbetreiber mit sich bringt. Bereits frühzeitig hatte sich EnBW dem Ausbau regenerativer Energien und dem Ausstieg aus der Kernenergie gewidmet und liegt heute bei der Nutzung und Entwicklung regenerativer Energien in der Strom-versorgung weit an der Spitze und auch vor den meisten Wett-bewerbern. EnBWs Strom weise zudem den geringsten CO2- Anteil je erzeugter Kilowattstunde aus.

Villis betonte in seinem Vortrag immer wieder, dass die Energiewende dringend notwendig sei, dass sie aber auch einen realistischen Zeithorizont benötige. Lange Realisierungs-zeiten bei den neuen Energieträgern, technologische Herausforderun-gen insbesondere bei neuen Kohleverstromungstechnologien sowie der Aus- und Umbau der Transportnetze, die für die nicht grundlastfähigen dezentralen Energieeinspeisungen keineswegs ausgelegt sind, seien die Hauptursachen hierfür. In diesem Zusammenhang warb Villis erneut für die Bündelung der energiepolitischen Kompetenzen in einem eigenen Bundesenergieministerium und die Lockerung bestehender Marktregulierungen. Zu wichtig sei es für die deutsche Volkswirtschaft, dass dieses Thema erfolgreich umgesetzt werde, ohne dass die Versorgungssicherheit leide.

Doch ein konzertiertes Vorgehen sei auch auf Seiten der Versorger und Netzbetreiber notwendig. Diese Herausforderung sei aufgrund der Tatsache, dass man miteinander im Wettbewerb stehe, ebenfalls keine kleine. Villis berichtete in seinem Vortrag weiter über spannende Projekte, bei denen mit einzelnen Gemeinden konkrete Ansätze für eine sichere, kommunale Energieversorgung entwickelt werden, über intelligente Haustechnologie, die selbst produzierte Energie zunächst vor Ort verbraucht, bevor diese eingespeist wird, bis hin zu neuen Großprojekten, die kurz vor der Umsetzung bzw. Realisierung stehen.

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