25.08.2009 // Sushel Bijganath von LearnShip.de: E-learning – „Das fliegende Klassenzimmer“

Veröffentlicht von Geschäftsstelle MC Bochum

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Sushel Bijganath von LearnShip.de erläuterte den Mitgliedern des MC Bochum sein Geschäftsmodell.

Sushel Bijganath, Geschäftsführender Gesellschafter der LearnShip Networks GmbH erläuterte den Mitgliedern des MC Bochum sein Geschäftsmodell.

Wer bislang eine Sprache erlernen oder seine Sprachkenntnisse vertiefen wollte und keine Zeit für den Besuch einer Sprachschule hatte, musste auf Sprachkassetten oder -CDs zurückgreifen. Zur teuren Variante des Einzelunterrichts vor Ort im eigenen Büro gab es sonst keine Alternative. Dass dies heute mit Nutzung moderner Online-Technik auch anders geht und wie man aus einer E-Learning-Idee ein Geschäftsmodell entwickelt, erläuterte Sushel Bijganath, Geschäftsführender Gesellschafter der LearnShip Networks GmbH (www.learnship.de), am 25. August 2009 im Marketing Club Bochum.

Online-Trends erkennen und nutzen
Als Geschäftsführer von RTL Online verfolgte Sushel Bijganath vor seiner Selbstständigkeit vor allem den Einzug des Bewegtbildes in das Internet. Als darauf aufbauendem Trend entwickelten sich in den letzten Jahren Web-Konferenz-Systeme wie Skype, die Bijganath Anfang 2007 zu der Frage brachten, wie man diese für ein Geschäftsmodell nutzen könne. In seinen Überlegungen fokussierte er ein Unterrichtsmodell, welches weltweit gleichermaßen viele Abnehmer gewinnen könnte und deren Lehrer auch weltweit verfügbar sind: Sprachunterricht.

Zu jeder Zeit, an jedem Ort
Die Idee für LearnShip war geboren: Sprachunterricht jeder Couleur, von und an jedem Ort der Welt, zu jeder Zeit und zu 50 % der Marktkosten. Noch im Oktober 2007 begann der junge Unternehmer mit der Investorensuche. Bis Sommer des folgenden Jahres war die technische Plattform in Eigenentwicklung geschaffen. „Wir hatten eigentlich nicht vor, die Technik selbst zu entwickeln. Es gab jedoch keine Programme am Markt, die unseren Anforderungen gerecht geworden wären“, so Bijganath. Wichtige Faktoren für die Akzeptanz eines Online-Kurses sind neben den professionellen Trainern die einfache Bedienbarkeit des Systems, die stabile Übertragung von Bild (Präsentation und Trainerbild) und Ton sowie die Stabilität des Systems.

Perspektive und Wettbewerb
Dann konnte es losgehen: die erste Zielgruppe waren Jugendliche, später kamen Erwachsene hinzu. Bijganath: „Aktuell haben wir darüber hinaus Unternehmen im Blick, die sowohl inhaltlich als auch zeitlich maßgeschneiderte Kurse für ihre Mitarbeiter benötigen. Ein wichtiger Nutzentreiber ist gerade bei diesen die hohe Flexibilität, die wir mit unserem System bieten.“ So können Teilnehmer bei beruflichen Terminen ihre Kursteilnahme etwa auf einen anderen Tag verschieben und für Unternehmen mit weltweiten Standorten lassen sich auch Kurse über verschiedene Zeitzonen hinweg planen. „Wir werden sicher nicht die einzigen Player in diesem Segment bleiben“, gibt sich Bijganath bescheiden, was seine zukünftige Marktposition angeht. Dennoch habe er einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die jetzt in diesen Online-Markt einsteigen wollen: Seine letzte Finanzierungsrunde hat der Unternehmer noch kurz vor dem Banken-Crash Ende 2008 unter Dach und Fach gebracht.

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