24.11.2005 // Dr. Uwe Kremer. Clustermanagement und Networking – Eine Region wächst zusammen.

Veröffentlicht von Geschäftsstelle MC Bochum

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Das war das Thema, über das Dr. Uwe Kremer, Geschäftsführer von Life Techno- logies Ruhr e.V. an diesem Clubabend vor den neugierigen Mitgliedern des Marketing- club Bochum referierte. Clustermanagement und Networking im direkten Bezug zu Medizintechnik und Bioindustrie war für viele der anwesenden Mit- glieder ein komplett neues Thema. Dieses in Zusammenhang mit unserer Region zu thematisieren, ein weiteres interessantes Wissensgebiet.

Dr. Uwe Kremer führte plakativ ins Thema ein, so dass der aktuelle Bezug schnell nach- vollziehbar war. Mit dem historischen Hinter- grund der Montan- und Schwerindustrie als Megacluster der Geschichte und deren prägnante Rolle in der Errichtung einer medizinischen Infrastruktur in unserer Region wurde den Gästen einiges klarer. Namen wie das Bergmannsheil oder die Bundesknappschaft sind dabei selbsterklärend. Heute geht es aber nicht mehr um einen Megacluster, sondern um flexible Wirtschafts- cluster des Mittelstandes im Bereich der Gesundheitstechnologie.

Life Technologies Ruhr e.V. besitzt für die Region die Funktion, mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich der Medizin- und Biotechnik beratend zur Seite zu stehen, gleichzeitig aber auch, Wissen und Know-How zu bündeln und in einem Netzwerk attraktiv zu präsentieren. Aktuell sind 70 Unternehmen und rund 100 Mitglieder im Life Technologies Ruhr e.V. organisiert. Zudem existiert eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Industrie- und Handels- kammern der Region, die ebenfalls zu den Mitgliedern gehören.

Für den Referenten besitzt die Region mit den Schwerpunkten in Bochum und Dortmund großes Potenzial. Die Bereiche der medizinischen Mikrotechnologie, der medizinischen Bildgebung sowie Mole- kularmedizin und medizinischer IT sind zusammen mit klinisch-universitärem Know-How stark in der Region von Essen über Bochum bis nach Dortmund gegeben. Bochum gilt dabei als Hochburg der Biomedizin und das Geschäfts- feld von Prof. Grönemeyer spricht für sich selbst. Für Dr. Uwe Kremer fehlt es in der Region aber an Potenzial in der Produktion und in der unternehmerischen Umsetzung sowie in der Forschung. Daraus resultiert für ihn ein schwacher Transfer zwischen der Wissenschaft und der regionalen Wirtschaft, trotz eines großen, vorhandenen Potenzials zu anderen regionalen Clustern. Positive bewertet Dr. Uwe Kremer dagegen die große Bedeutung der regional vorhandenen Vertriebsunternehmen und –niederlassungen sowie den großen Absatzmarkt an der Ruhr.

Neben diesen Aspekten und dem Aufzeigen neuer Möglichkeiten von regionalem Clustermanagement z.B. durch ein BioMed-Triangel Bochum-Witten-Dortmund, wird die Verbindung zwischen geschäftlichem und regionalem Mehrwert deutlich. Darin sieht der Referent eine weitere Hauptaufgabe seiner Organisation. Regionales Cluster- marketing, als Herausforderung für die Zukunft, sieht Dr. Uwe Kremer noch als offene Frage und eröffnete damit eine angeregte Diskussion, bei der weitere Fragen und Aspekte von Clustermanagement und Networking in Bezug auf unsere Region erörtert wurden und neue Einsichten für alle Beteiligten brachten.

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